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Steuern sparen dank Kreditzinsen


Mit einem Kredit ein Haus finanzieren oder ein Auto kaufen und dann auch noch Geld sparen? Was im ersten Augenblick widersprüchlich klingt, ist dank der steuerlichen Absetzbarkeit von Kredit- und Darlehenszinsen tatsächlich möglich. Wir erklären Ihnen, was es damit auf sich hat.

Rechtliche Regelungen zu privaten Schuldzinsen

Auch in diesem Jahr wird es für die meisten Schweizer wieder ernst. Denn bis zum 31. März muss die vollständige Steuererklärung bei den Steuerverwaltungen eingereicht werden. Das bedeutet zunächst alle Einkommensdaten aufzulisten. Doch vor allem heisst es, sämtliche angefallenen Ausgaben anzugeben, die das zu versteuernde Einkommen mindern. Was viele nicht wissen – auch Kreditzinsen gehören zu diesen Ausgaben und können das zu versteuernde Einkommen verringern.

So regelt die Steuererlassverordnung SR 642.11 Art. 33, dass private Schuldzinsen in jedem Fall bis zu einer Höhe von 50‘000 Franken von den Einkünften abgezogen werden können. Dass Sie mit Privatkrediten – etwa einem Autokredit oder Hauskredit – diesen Betrag erreichen, dürfte in aller Regel unwahrscheinlich sein.

Welche Kreditzinsen sind steuerlich absetzbar?

Grundsätzlich in der Steuererklärung angegeben werden können Schuldzinsen aus Privatkrediten & Darlehen, Hypotheken als auch Schuldzinsen aus der Nutzung von Kreditkarten.

Nicht berücksichtigt werden hingegen Leasing-Verträge. Diese werden rechtlich als Miete und nicht als Kredit eingestuft. Gleiches gilt für die Wertminderung der geleasten Güter.

Tipp: Aufgrund der unterschiedlichen steuerlichen Abzugsfähigkeit (neben weiteren Faktoren, etwa der Pflicht zur Vollkaskoversicherung bei Leasingverträgen) kann es sinnvoll sein, statt des Leasings auf einen Autokredit zurückzugreifen.

Woher kenne ich die Höhe meiner ansetzbaren Kreditzinsen?

Prinzipiell empfehlen wir Ihnen, alle laufenden Kredite und damit auch die Höhe der entsprechenden Zinszahlungen eines Jahres stets im Blick zu haben. Sollten Sie diese Zahlen jedoch nicht kennen, gibt es aber keinen Grund zur Verzweiflung.

Kreditgeber erstellen in aller Regel am Ende eines Jahres einen Zinsausweis. Die Zinszahlungen, welche in der Steuererklärung angegeben werden können, finden Sie dort übersichtlich aufgelistet.

Wo trage ich die Informationen über meine Zinsen in der Steuererklärung ein?

Im Formular Schuldenverzeichnis (siehe Abbildung unten) geben Sie für jeden laufenden Kredit die Schuldzinsen des zurückliegenden Jahres nebst der offenen Schuld zum Ende des Jahres an.

schuldenverzeichnis
(Zum Vergrößern Bild anklicken)


Die Summe aller Einträge übertragen Sie anschließend in das Hauptformular. Die Beträge lassen sich sowohl im jeweiligen Kanton, als auch von der Bundessteuer absetzen (siehe nachfolgende Grafik).

steuererklaerung

(Zum Vergrößern Bild anklicken)


Ihre Schuldzinsen werden dann von der Steuerverwaltung berücksichtigt und vom Einkommen abgezogen.

Bei privaten Darlehen sollten die Vertragsinhalte ausreichend schriftlich dokumentiert sein. Andernfalls kann es passieren, dass die zuständige Behörde die Kreditzinsen nicht berücksichtigt.

Sollten Sie Ihre Kreditzinsen bisher noch nicht in Ihrer Steuererklärung berücksichtigt haben, wird es jetzt höchste Zeit von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Dies lohnt sich insbesondere, wenn Sie gerade am Anfang der Kreditlaufzeit stehen. Dann stellen die Zinskosten den Grossteil der monatlichen Raten und die Steuerabzüge sind am höchsten.